Beats ohne Grenzen: Rapsong zur Europawoche
Das Europabüro der Stadt Krefeld initiiert jedes Jahr anlässlich der Europawochen verschiedene Projekte mit Europabezug für unterschiedliche Zielgruppen in der Krefelder Bürgerschaft. In 2026 entstand in einem Projekt mit Kindern und Jugendlichen die Idee zu einem Rapsong über Europa. Das Projekt wird mit Mitteln aus der Landesinitiative Europa-Schecks des Landes NRW gefördert. Für die professionellen Song- und Videoaufnahmen ist die Rapschool NRW verantwortlich, ein Künstlerverbund, der sich auf die pädagogisch ausgerichtete Hiphop-Arbeit mit Kindern und Jugendlichen spezialisiert hat.
Kinder aus den Jugendzentren Canapee und Casablanca konnten sich auf eine außergewöhnliche musikalische Entdeckungsreise begeben. Ziel: die Europäische Union. Dabei ist in der zweiten Osterferienwoche ein Rapsong samt professionell produziertem Video entstanden. Unter dem Titel „Beats ohne Grenzen – Der Europa-Rap“ haben die Kinder ihren Blick auf die Staaten- und Wertegemeinschaft eingearbeitet – lobende und kritische Worte inklusive.
Der Gesamtprozess erstreckte sich über vier Tage. Zunächst haben sich die Kinder im Alter zwischen acht und 14 Jahren die Europäische Union spielerisch erschlossen, etwa mit einem Länderquiz. Sie lernten außerdem, zwischen Europa und EU zu unterscheiden und vertieften gemeinsam einen der Kerngedanken der Union: grenzüberschreitender Zusammenhalt als Grundlage für den kontinentalen Frieden. Tags darauf war die Kreativität der Kinder gefragt: Mit den Dozenten der Rapschool NRW wählten sie den tragenden Beat für ihren Song aus und dichteten eigenständig Verse. Dabei deckten sie ein facettenreiches Panorama ab: von Kinderrechten über Freiheit bis zum Datenschutz fanden sich diverse Themen in dem Musikstück wieder.
Nachdem der Song aufgenommen wurde, ging es in den übrigen zwei Tagen in die visuelle Produktion über. Auch hier flossen die Ideen und Vorstellungen der Kinder maßgeblich mit ein. Sie verkleideten sich, bauten markante Stilmittel ein und tanzten passend zu den Beats vor der Kamera. Die Szenen drehten sie in den Jugendzentren, auf dem Spielplatz und an zahlreichen weiteren Örtlichkeiten in Krefeld. Wie ein Leitfaden zieht sich immer wieder die blau-goldene EU-Fahne durch das Musikvideo. Ebenso wie die Hook, also die charakteristische, wiederkehrende Textpassage. Da reimen die Kinder: „In der EU können wir uns vertrauen, damit wir uns die Zukunft nicht verbauen.“
Das fertige Musikvideo wird am 19. und 20. Mai im hey, krefeld – das Stadtfenster zu sehen und zu hören sein.